Zwiebelsauce

Zwiebelsauce

Der Spross der Zwiebel – pures Aroma

Überall auf der Welt nutzen die Menschen bereits seit vielen Jahrhunderten den unterirdisch wachsenden Teil einer ganz besonderen Pflanze, um ihrem Speiseplan die nötige Würze zu verleihen: Die Zwiebel ist als Nahrungsmittel (auch dank der zahllosen Unterarten, die mittlerweile entstanden sind) nicht nur äußerst gesund und geschmacklich facettenreich, sondern auch gleichermaßen sehr beliebt.

Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich im Laufe der Zeit einige typische Gerichte entwickelt haben, die ohne die Zugabe von Zwiebeln – egal, ob Gemüsezwiebeln, Schalotten oder Perlzwiebelchen – schlichtweg ungenießbar wären oder zumindest deutlich an Qualität verlieren würden. Ein Beispiel für eine dieser kulinarischen Delikatessen ist die Zwiebelsoße.

Woher kommt die Zwiebelsauce?

Die Idee, deftige Speisen, die vor allem geschmacklich intensives Fleisch wie Rind oder Schwein beinhalten, mit einer aus Zwiebeln und anderen Ingredienzien zubereiteten Soße zu verfeinern, existiert zwar schon lange, ist aber deshalb keinesfalls ein alter Hut. In welchem Land die köstliche Tunke ursprünglich erfunden wurde, lässt sich nicht mehr feststellen, da die Zwiebelsoße überall sehr gerne gegessen wird – in Frankreich, Deutschland, Indien, Nordafrika usw. Dabei besitzt jede Kultur ihre eigene, bevorzugte Saucenvariante, je nachdem, welche Zwiebelsorten dort angebaut werden und an welchen kulinarischen Strömungen sich die heimische Küche orientiert; in Italien fügt man der Zwiebelsoße mediterrane Zutaten wie Tomaten oder Thymian hinzu, im asiatischen oder afrikanischen Raum dagegen Chilischoten oder auch klein gehackten Ingwer. Die Vielfalt der existenten Rezepte ist weltweit kaum zu überblicken.

Wozu passt eine leckere Zwiebelsauce?

Durch ihr kräftiges Aroma passt Zwiebelsauce, wie bereits eingangs kurz erwähnt wurde, am besten zu Fleischgerichten oder ähnlich deftigen Speisen; eine leichtere Sauce würde neben solchen Menüs sang- und klanglos untergehen. Je nachdem, wie das geschmackliche Konzept eines solchen Gerichts aufgebaut ist, kann bei der Zubereitung (um nur ein Beispiel der Verschiedenartigkeit zu nennen, in welcher die oft als klassisch oder gar eintönig bezeichnete, aber eigentlich sehr vielfältig variierbare Zwiebelsauce daherkommt) entschieden werden, welche Sorte Wein man beim Kochen verwendet. Generell passt ein guter Rotwein aufgrund seiner natürlichen Schwere eher zur kräftigen Würze einer Zwiebelsauce; manchmal allerdings verleiht ein leichter Weißwein (gerade wenn man die Soße mit hellem Fleisch wie Hühnchen oder Pute kombiniert) dem Ganzen eine angenehmere Note.

Rind ist traditionell der beste Freund der Zwiebelsauce – und das in nahezu allen Formen. Zunächst wäre da der typische Braten, der eine herzhafte Sauce benötigt, die neben seinem intensiven Geschmack nicht etwa fade wird, sondern mithalten und das Gericht perfektionieren kann; aber auch Innereien wie Kalbsleber oder -herz, die lange Zeit verschmäht wurden und nun wieder an Popularität in der Gastronomie gewinnen, werden durch Zwiebelsauce hervorragend unterstützt.

Gerade in der Grillsaison kann Zwiebelsauce ebenfalls zum perfekten Dip für Zwiebelschnitzel und für frische Bratwürste werden – hier besonders empfohlen sei die hausgemachte Zwiebelsoße der Firma „Bratwursthaus“. Diese Version der allseits beliebten Tunke wurde mit handgeschnittenen Zwiebeln zubereitet und zeichnet sich durch einen fruchtig-scharfen, aber auch würzigen Geschmack aus; dieser kommt vor allem von den verwendeten Tomaten und der Prise Curry, die der Mischung eine ganz eigene Exotik verleiht.